Wenn die bestehende Heizung defekt oder einfach in die Jahre gekommen ist steht man als Hauseigentümer*in vor der Frage mit welcher Technik der alte Heizkessel ersetz werden soll. Stetig steigende Kosten für fossile Energieträger – wie Heizöl, Erdgas oder Flüssiggas – Engpässe und Preissprünge durch Kriege und Krisen sowie der menschengemacht Klimawandel legen den Umstieg auf eine klimafreundliche und effiziente Wärmepumpe nahe. Für den Umstieg gibt es eine attraktive staatliche Förderung.
Um das Thema "Wärmepumpe im Altbau" gab es in den letzten Jahren hitzige und unsachlich geführte Debatten. Im Folgenden möchte ich auf gewisse Vorurteile eingehen und Lösungen aufzeigen. Festhalten möchte ich aber schon jetzt: Wärmepumpen sind wirtschaftlich sowie ökologisch in den allermeisten Fällen die erste Wahl.
1. Wärmepumpen funktionieren nicht mit Heizkörpern
Falsch, moderne Wärmepumpen schaffen Vorlauftemperaturen von bis zu 75°C auch bei Außentemperaturen von -10°C, damit lässt sich jedes Haus – selbst mit alten Heizkörpern und Einrohrsystem – problemlos beheizen. Die Effizienz der Wärmepumpe sinkt jedoch, je höher die Vorlauftemperatur sein muss. Viele Bestandsgebäude können ohne weitere Umbauten mit maximal 55°C Vorlauftemperatur beheizt werden, damit läuft eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe effizient und wirtschaftlich. In manchen Fällen sind die alten Heizkörper aber zu klein, dann werden sie im Zuge des Heizungstausches gegen leistungsstärkere Kompaktheizkörper, oder sogar spezielle Wärmepumpenheizkörpern mit Lüftern ausgetauscht.



